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Japanische Kinofilme

Für alle Freunde des Japanischen Kinos hibt es demnächst wieder ein paar Highlights in Mannheim.

Folgende Infos haben wir von Cinema Quadrat erhalten:

Der Dokumentarfilm "Ama-San" - ab 19.12. bei uns im Kino - porträtiert Taucherinnen auf der Shima-Halbinsel, die im Ozean nach Meeresfrüchten jagen; eine Tätigkeit mit jahrtausendealter Tradition - die Frauen gelten als Vorreiterinnen für die Stellung der Frau in der japanischen Gesellschaft. Informationen und Trailer: https://wolfberlin.org/journal1/2019/ama-san

"Jam" von SABU (dessen letzte Filme "Happiness" und "Mr. Long" ebenfalls bei uns gelaufen sind) zeigen wir zum Bundesstart ab dem 29.12. bis in den Januar hinein: Der Genremix führt drei Handlungsstränge einfallsreich und dynamisch zusammen. Infos und Trailer: https://rapideyemovies.de/2019/07/16/jam-2/

Ab dem 9. Januar läuft als Wiederaufführung im Director's Cut Paul Schraders hochstilisiertes Porträt "Mishima: Ein Leben in vier Kapiteln" von 1985, in dem er das Leben des Autors und Putschisten Yukio Mishima filmisch auffächert. Vor der Aufführung am 14.1. hält Dr. Peter Bär eine Einführung zum Film. Informationen und Trailer: https://rapideyemovies.de/2019/07/15/mishima/; Infos zu Yukio Mishima: https://de.wikipedia.org/wiki/Mishima_Yukio

Die Filme laufen in der japanischen Originalversion mit deutschen Untertiteln.

Ama-San
PRT/JPN/CHE 2016 R: Cláudia Varejão. Dokumentation. 112 Min. OmdtU. FSK: 16

Die Luft muss ausreichen, um die Meeresfrüchte von den Felsen auf dem Grund des Pazifiks zu lösen und wieder aufzutauchen. Ohne Hilfe von Sauerstoffflaschen oder anderen Hilfsmitteln wird der ganze Körper bis an seine Grenzen gebracht. Die Frauen, die im Zentrum dieses Films stehen, folgen einer jahrtausendealten Tätigkeit: Sie sind Ama-San, Taucherinnen, die im offenen Ozean nach Abalonen, Seeigeln und Oktopoden jagen. Zwischen der rauen See mit ihren wundersamen Geschöpfen und dem häuslichen Raum beobachtet der Film drei Generationen von Frauen und schafft so ein spannendes Bild weiblicher Arbeit. Die mit bedacht kadrierten Bilder zeigen die Schönheit und Stärke der naturverbundenen Arbeit der Frauen: ein warmherziger Film über faszinierende Protagonistinnen und ihre Rolle als Wegbereiterinnen von spezifisch weiblichen Lebensentwürfen.

Termine:
Do. 19.12., 19:30 Uhr sowie Fr. 20.12. und Sa. 21.12., jeweils 21:30 Uhr

Jam
JPN 2018 R: SABU. D: Machida Keita, Aoyagi Sho, Suzuki Nobuyuki. 100 Min. OmdtU. FSK: 16

Hiroshi, ein mäßig erfolgreicher Schnulzensänger, wird von einer seiner Anhängerinnen gefangen genommen. Takeru wiederum glaubt, seine im Koma liegende Freundin durch gute Taten heilen zu können. Tetsuo schließlich versucht, sich an dem Yakuza zu rächen, der ihn einst ins Gefängnis brachte. Drei junge Männer, die in derselben Stadt leben, die völlig unterschiedlich sind – und SABU (von dem zuletzt MR. LONG und HAPPINESS bei uns ins Kino kam) lässt sie aufeinanderprallen, in einer poppig bunten, dramatisch wilden Dramaturgie der Zufalls- und Schicksalswege: Ein Genremix, der fließend zwischen ernstem Drama, Situationskomik und brutaler Action wechselt. Und ein wilder, rasanter, überraschender Ritt für den Zuschauer.

Termine:
So. 29.12., Mo. 30.12. und Mi. 1.1., jeweils 19:30 Uhr sowie Fr. 3.1. und Sa. 4.1., jeweils 21:30 Uhr

 

Mishima: Ein Leben in vier Kapiteln
JAP/USA 1985. R: Paul Schrader. D: Ken Ogata, Masayuki Shionoya, Hiroshi Mikami, Junya Fukuda, Shigeto Tachihara.120 Min. JapOmdtU. FSK: 16

Ausgehend vom letzten Tag im Leben von Yukio Mishima entfaltet Paul Schrader auf ungewöhnliche und stilisierte Weise die Biografie des japanischen Künstlers und Schriftstellers, der eine Revolution anzetteln wollte. Mishima ist gefeierter Literat mit Popstarstatus, huldigt zugleich einem narzisstischen Körperkult,  wandelt sich angesichts des Materialismus im modernen Japan zum radikalen Traditionalisten, stellt eine Privatarmee auf und will den Tenn? als Staatsoberhaupt wieder einsetzen… Eingebunden in die Erzählstruktur zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind verdichtete dramatische Umsetzungen dreier Romane von Yukio Mishima. Paul Schrader schuf ein großes, schillerndes Werk, das Mishimas Jugend, sein Werk, den Körper und sexuelle Ambivalenz zusammenführt. In Cannes wurde der Film 1985 für die beste künstlerische Leistung ausgezeichnet – jetzt kommt der Film als Director’s Cut erneut in die Kinos.
Am 14.1. mit Einführung durch Dr. Peter Bär

Termine:
Do. 9.1. & Fr. 10.1., 21:30 Uhr, Di. 14.1., 19:30 Uhr

Nico d'Heureuse

Erstellt am 13.12.2019

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